In der Taufe wird der Gläubige symbolisch mit Tod und Auferstehung Christi verbunden. Deshalb sollte die Trauerfeier die eschatologische Hoffnung auf die Auferstehung schon heute in den Mittelpunkt stellen. In seinem Beitrag „Beerdigung als Tauferinnerung. Gedanken anlässlich des Revisionsprozesses der Lebensordnungen der Ekiba“ beleuchtet Dr. Christoph Glimpel die liturgische Funktion christlicher Bestattungen vor dem Hintergrund dieser Taufwirklichkeit.
Glimpel kritisiert, dass die aktuelle Kirchliche Ordnung Bestattungen nun auch Ungetauften offensteht und den Gemeindebegriff auf eine allgemein gehaltene „Kirche“ reduziert. Dadurch drohe das christliche Profil zu verwässern: Die Feier werde immer mehr als Dienstleistung verstanden und verliere als Ausdruck der Gemeinschaft der Getauften an Kraft. Glimpel plädiert deshalb für klar definierte theologische Leitlinien, die die Kirche als solidarische Glaubensgemeinschaft stärken und eine echte Alternative zur individualisierten Bestattungskultur bieten.
Fundstück aus:
Badische Pfarrvereinsblätter. Mitteilungsblatt des Evangelischen Pfarrvereins in Baden e.V., 7/2025, S. 250 ff., mit freundlicher Genehmigung.