Der Nebel ist so dicht, dass weder Fernlicht noch Nebelscheinwerfer etwas dagegen ausrichten. Ich kann das Sträßlein vor mir fast nicht sehen. Gottseidank kenne ich den Weg. Ich parke hinten am Friedhof. Als ich das eiserne Türchen öffne, verschrecke ich eine Katze. Sie verschwindet zwischen den Gräbern und ist grau wie die Dämmerung an diesem Spätnachmittag des ersten Advents. Meist lässt das Mesner-Ehepaar, das im Haus neben der Kirche und dem Friedhof wohnt, die Kirche bis siebzehn Uhr offen. Und noch ist es nicht siebzehn Uhr.
Holzwege der Selbstsäkularisierung
Bei einer Podiumsdiskussion sagte jüngst eine Kollegin, die evangelische Kirche müsse endlich ihre Nabelschau beenden und den Blick über sich selbst hinaus weiten, um wirklich Kirche für andere zu sein und Neuaufbrüche zu eröffnen. Der Unterschied von Kirche und...

