„Jetzt sind sie“, schreibt Wiebke Hüster in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nach dem Freitod der Kessler-Zwillinge, „im Alter von 89 Jahren so gestorben, wie sie als Frauen gelebt haben: selbstbestimmt und gemeinsam. Und wohlhabend.“ Souverän bis zuletzt sozusagen. Und bewundert über das Ende hinaus. Für ein schönes Leben und für einen schönen Tod.
Wer wollte nicht so aus dem Leben gehen? Das ist sie, die rhetorische Frage, die uns diese geradezu romantische und role-modelhafte Selbsttötung eines im Leben und im Tod unzertrennlichen Paares suggestiv auf die Lippen legt.

