Ralf Frisch über KI, Glaube und die Zukunft der Verkündigung

Mir geht es manchmal ein wenig wie dem französischen Schriftsteller Michel Houellebecq. Der sagte vor kurzem bei seinem Auftritt auf dem Monte Verità, er habe sich immer gewünscht, einen Roman mit Happy End zu schreiben, nur sei ihm das leider bislang nicht gelungen. Ich selbst würde es so sagen: Weil mir das Happy End nicht gegeben ist und weil kein Mensch und keine Menschheit dieses Happy End zu bewerkstelligen vermag, überlasse ich das Happy End lieber Gott. Die Steine auf den Gräbern der Welt sind schlicht zu schwer für den Homo sapiens. Also zurück zur Depression. Sie beschleicht mich derzeit nicht nur angesichts der Weltlage, sondern auch beim Korrigieren mancher schriftlicher Studienarbeiten. Bereits nach der Lektüre weniger Sätze weiß ich, wes Geistes Kinder diese Hausarbeiten sind – und zwar Kinder der KI … Lesen Sie hier meine neue Sonntagsblattkolumne!

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„Fehlt Gott? Kirche und Theologie inmitten religiöser Indifferenz“ Dritte öffentliche Jahrestagung des Forums Kirche & Theologie am 22. und 23. März 2026 in Leipzig von Thomas Martin Schneider Die dritte öffentliche Jahrestagung des Forums Kirche & Theologie...

Auch ein Adieu. Habermas und das „Oben-ohne“-Christentum

Auf seine alten Tage hat Jürgen Habermas mehr denn je den Mehrwert des christlichen Glaubens gegen dessen verdünnisierte Selbstsäkularisierungen und post- oder neotheologische Versuchungen verteidigt und sich dabei an seinen Lehrer Theodor W. Adorno erinnert, der eine...

Braucht es Kirche(n)?

Ralf Frisch ist in zwei epd-Meldungen über den Satz gestolpert, dass es auf Kirchengebäude nicht ankommt. Das hat ihn zum Nachdenken gebracht – auch über die Frage, ob es dann eigentlich noch auf die Kirche ankommt. Ich bin trotz aller Frühlingsgefühle traurig. Und...

Holzwege der Selbstsäkularisierung

Bei einer Podiumsdiskussion sagte jüngst eine Kollegin, die evangelische Kirche müsse endlich ihre Nabelschau beenden und den Blick über sich selbst hinaus weiten, um wirklich Kirche für andere zu sein und Neuaufbrüche zu eröffnen. Der Unterschied von Kirche und...

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„Ich steh an deiner Krippen hier …“

Es begab sich aber zu der Zeit, dass die neunjährige Anna ausersehen wurde, im Weihnachtskrippenspiel ihres Dorfes eine Rolle zu spielen, um die sie alle beneideten. Sie, nicht etwa ihre seltsame Nachbarin und Nichtfreundin Heidi, durfte das Hirtenmädchen sein und in...