Es begab sich aber zu der Zeit, dass die neunjährige Anna ausersehen wurde, im Weihnachtskrippenspiel ihres Dorfes eine Rolle zu spielen, um die sie alle beneideten. Sie, nicht etwa ihre seltsame Nachbarin und Nichtfreundin Heidi, durfte das Hirtenmädchen sein und in der Heiligen Nacht an der Krippe des Jesuskindes Flöte spielen. Und zwar ihr Lieblingslied, das ja vielleicht auch das Lieblingslied des kleinen Heilands war. „Ich steh an deiner Krippen hier, o Jesu, du mein Leben. Ich komme, bring und schenke dir, was du mir hast gegeben.“ Vor allem Annas Mutter war sehr stolz auf Anna. Nicht zuletzt deshalb, weil auch sie weder Heidi noch deren komische Mutter leiden konnte.
Erntedank jenseits von Eden
Das Erntedankfest erinnert daran, dass uns die Schöpfung geschenkt ist. Es erinnert aber ebenso daran, dass wir in ihr nur leben können, wenn wir sie bebauen, gestalten und ihren Schattenseiten etwas entgegensetzen. Der Mensch ist deshalb nicht nur Bewahrer und...

