Vorweg eine Bitte um Verzeihung. Eigentlich müsste ich als evangelischer Christ in diesen Tagen ja etwas über den Reformationstag schreiben – vielleicht auch etwas Halloweenkritisches. Beispielsweise darüber, dass Halloween dem Reformationstag ebenso das Fürchten gelehrt hat wie die Halloweengespenster die Kinder. Also die, die sich nicht fröhlich gruseln, sondern es irgendwie doch mit der Angst zu tun bekommen. Um diese Angst schert sich die Halloweenindustrie natürlich nicht im geringsten.
Aber irgendwie steht mir in diesem Jahr der Sinn nicht nach dem heidnischen Anti-Allerheiligen-Totenfest, sondern nach Allerheiligen. Und vielleicht brauche ich mich dafür gar nicht zu entschuldigen. Denn die Frage, was uns eigentlich heilig ist oder sein sollte, ist ja doch auch aus evangelischer Perspektive interessant.

