Ein Interview, eine Distanzierung, ein offener Brief: Zur Sache Ralf Frisch

ZurSacheRalfFrisch
Ergänzt am 15. Juni 2026: Neu aufgenommen wurden ein Standpunkt von Kirchenrat Dr. Volker A. Lehnert zur Stellungnahme der EVHN sowie ein Beitrag von Melanie Hagspiel, Studentin an der Evangelischen Hochschule Nürnberg.
Ergänzt am 16. Juni 2026: Neu aufgenommen wurde eine Stellungnahme von Pastor Dr. Wichard von Heyden zur Distanzierung der EVHN von Ralf Frisch. Ergänzt wurde außerdem der Hinweis auf die Veröffentlichung des Beitrags von Corina-Juliane Welker, Studentin an der Evangelischen Hochschule Nürnberg, im Sonntagsblatt.
Ergänzt am 18. Juni 2026: Neu aufgenommen wurde mit drei Beiträgen die Berichterstattung von IDEA.
Ergänzt am 19. Juni 2026: Neu aufgenommen wurde der Offene Brief von Studierenden der EVHN an das Präsidium der Hochschule.
Ergänzt am 14. Juli 2026: Neu aufgenommen wurden der am 11. Juli 2026 im Sonntagsblatt veröffentlichte Gastbeitrag „Wer spricht, wenn Widerspruch verstummt?“ von Corina-Juliane Welker sowie der am 13. Juli 2026 bei zeitzeichen erschienene Beitrag „Fränkische Omertà“ von Reinhard Mawick. 

 

Stellungnahme des Präsidiums der EVHN

Stellungnahme des Präsidiums der Evangelischen Hochschule Nürnberg zu Ralf Frischs Interview

Der Präsident der Evangelischen Hochschule Nürnberg, Thomas Popp, hat auf das Interview hin eine Stellungnahme veröffentlicht. Darin betont er, Ralf Frischs theologische Position sei keineswegs repräsentativ für die an der EVHN gelehrte Theologie. Die EVHN stehe „für Diversität. Die EVHN-Theologie gibt es nicht, vielmehr ‚fresh expressions’ von Theologie – entsprechend unserem Profil: offen. diskursiv. wissenschaftlich.“ Ralf Frisch dagegen diffamiere mit der Unterstellung von Gottvergessenheit in andersdenkenden kirchlichen Kontexten pauschal. 

Die Stellungnahme vollständig lesen.

 

Günter Thomas: Offener Brief

Offener Brief von Prof. Dr. Dr. Günter Thomas

Günter Thomas hat sich mit einem offenen Brief an den Präsidenten der Evangelischen Hochschule Nürnberg gewendet. „Seit wann“, fragt er mit Befremden und Entsetzen, „kann sich eine kirchliche Hochschule die Aufgabe eines kritischen Nachdenkens über die Gottesrede nicht mehr zu eigen machen? Warum findet eine theologische Selbstkritik der Kirche keinen Platz im Raum der von ihr vertretenen Diversität?“ 

Den offenen Brief vollständig lesen.

 

Kommentar im Sonntagsblatt

Kommentar von Helmut Frank im Sonntagsblatt

Chefredakteur Helmut Frank hat in einem Kommentar des Sonntagsblatts die Frage gestellt, wie viel theologischen Widerspruch evangelische Kirche aushält. 

Den Kommentar im Sonntagsblatt lesen.

 

Stellungnahme Zur Causa Frisch Von Volker Lehnert

„Unbequeme Fragen gehören zur Theologie“ von Volker Lehnert

Kirchenrat Dr. Volker A. Lehnert reagiert auf die Stellungnahme der EVHN zum Interview mit Prof. Dr. Ralf Frisch. Er fragt, ob eine Evangelische Hochschule kontroverse theologische Debatten nicht gerade aushalten und ermöglichen müsse. 

Den Standpunkt vollständig hier lesen.

 

Stellungnahme Melanie Hagspiel

„Verwunderung“ – Standpunkt von Melanie Hagspiel

Melanie Hagspiel studiert an der Evangelischen Hochschule Nürnberg: „Als Studentin habe ich Ralf Frisch nie als jemanden erlebt, der Diskussionen unterbindet oder Andersdenkende ausgrenzt. Eher das Gegenteil.“ In ihrem Beitrag widerspricht sie der öffentlichen Distanzierung der EVHN von Prof. Dr. Ralf Frisch – und plädiert für einen theologischen Diskurs, der Provokation und Widerspruch aushält. 

Den Text von Melanie Hagspiel hier vollständig lesen.

  

Wichard Von Heyden Stellungnahme Zur Distanzierung Der EVHN Von Ralf Frisch

Stellungnahme von Dr. Wichard von Heyden zur Distanzierung der EVHN von Ralf Frisch

„Eine Hochschule in kirchlicher Trägerschaft wird unglaubwürdig, wenn sie Theologie vor allem an Kriterien von Kommunikationsverträglichkeit und Harmonie misst und nicht zuerst an der Freiheit, die Wahrheit des Evangeliums zu suchen“, schreibt Wichard von Heyden in seiner Stellungnahme. 

Die Stellungnahme von Dr. Wichard von Heyden vollständig lesen.

 

Corina Juliane Welker Beitrag

Sonntagsblatt: Studentin kritisiert Distanzierung der EVHN

Das Sonntagsblatt hat den Beitrag von Corina-Juliane Welker zur Debatte um Ralf Frisch veröffentlicht: „Als Religionspädagogin und Theologin in Ausbildung mit liberalen und feministischen Überzeugungen teile ich viele von Ralf Frischs kulturkritischen Diagnosen nicht.“ Die Studentin verteidigt Ralf Frisch dennoch gegen die öffentliche Distanzierung der Hochschulleitung und verbindet ihre Kritik mit grundsätzlichen Fragen nach Meinungsfreiheit, Pluralität und Ambiguitätstoleranz. 

Den Beitrag von Corina-Juliane Welker im Sonntagsblatt lesen.

 

IDEA Berichte Frisch Debatte

IDEA-Editorial und weitere Beiträge zur Debatte um Ralf Frisch

IDEA hat die Debatte um Prof. Ralf Frisch und den Umgang der Evangelischen Hochschule Nürnberg mit ihrem Theologieprofessor in mehreren Beiträgen aufgegriffen.
Den Auftakt bildet das Editorial „Kann Kirche Kritik?“ von IDEA-Leiterin Daniela Städter. Es ordnet die Auseinandersetzung grundsätzlich ein: Es geht um Kirchenkritik, theologische Selbstprüfung und Wissenschaftsfreiheit. Zugleich macht IDEA deutlich, dass dahinter die Frage nach der Gottesrede der Kirche steht – also danach, wie Kirche heute von Gott spricht und ob sie ihrem Auftrag noch entspricht. 

Die Veröffentlichung auf forumkth.net erfolgt mit freundlicher Genehmigung von IDEA.

 

Offener Brief Studierende

Offener Brief von EVHN-Studierenden fordert Klarstellung im Fall Ralf Frisch

Das Sonntagsblatt dokumentiert einen Offenen Brief von 32 Studierenden der Evangelischen Hochschule Nürnberg an das Präsidium der EVHN. Darin kritisieren die Unterzeichnenden die öffentliche Distanzierung von Prof. Ralf Frisch und fragen, wie die Hochschule ihren eigenen Anspruch auf Offenheit, Diversität und wissenschaftlichen Diskurs in diesem Fall versteht. 

Den Offenen Brief von EVHN-Studierenden im Wortlaut lesen.

 

 

Corina Juliane Welker

Sonntagsblatt: Wer spricht, wenn Widerspruch verstummt?

In einem weiteren Gastbeitrag im Sonntagsblatt kritisiert Corina-Juliane Welker den Umgang der Evangelischen Hochschule Nürnberg mit der öffentlichen Distanzierung von Ralf Frisch. Sie berichtet von einem Gespräch der Hochschulleitung mit Studierenden nach deren Offenen Brief, bei dem sich jedoch nicht alle Beteiligten tatsächlich gehört gefühlt hätten. Zugleich verweist sie darauf, dass nach Frischs Darstellung weder vor der Stellungnahme noch in den folgenden fünf Wochen das Gespräch mit ihm gesucht worden sei. Welker fordert deshalb eine öffentliche Klarstellung und eine Streitkultur, die Widerspruch nicht nur behauptet, sondern im Gespräch tatsächlich aushält. 

Den Gastbeitrag von Corina-Juliane Welker im Sonntagsblatt lesen.

 

Fraenkisch Omerta

zeitzeichen: „Fränkische Omertà“ – die EVHN distanziert sich und schweigt

Unter der Überschrift „Fränkische Omertà“ rekonstruiert zeitzeichen-Chefredakteur Reinhard Mawick die öffentliche Distanzierung der Evangelischen Hochschule Nürnberg von ihrem Professor Ralf Frisch. Mawick beurteilt auch Frischs zugespitzten und bisweilen polemischen Stil kritisch. Sein zentraler Einwand richtet sich jedoch gegen die Hochschulleitung: Sie erklärte Frischs theologische Position für „keineswegs repräsentativ“, berief sich zugleich auf Offenheit, wissenschaftlichen Diskurs und die Wertschätzung unterschiedlicher Stimmen – verweigerte anschließend aber jede Antwort auf elf konkrete Fragen von zeitzeichen. 

Den Beitrag von Reinhard Mawick bei zeitzeichen lesen.

 

 

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