Der Nebel ist so dicht, dass weder Fernlicht noch Nebelscheinwerfer etwas dagegen ausrichten. Ich kann das Sträßlein vor mir fast nicht sehen. Gottseidank kenne ich den Weg. Ich parke hinten am Friedhof. Als ich das eiserne Türchen öffne, verschrecke ich eine Katze. Sie verschwindet zwischen den Gräbern und ist grau wie die Dämmerung an diesem Spätnachmittag des ersten Advents. Meist lässt das Mesner-Ehepaar, das im Haus neben der Kirche und dem Friedhof wohnt, die Kirche bis siebzehn Uhr offen. Und noch ist es nicht siebzehn Uhr.
Soll die Kirche eine Frau gegen Blau werden?
„Ich fürchte, die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist erst der Anfang. Und zwar der Anfang einer Tendenz.“ Mit diesen Worten beginnt der Theologe und Kolumnist Ralf Frisch seinen Beitrag über die politische Polarisierung und die zukünftige Rolle der evangelischen...

