Der Nebel ist so dicht, dass weder Fernlicht noch Nebelscheinwerfer etwas dagegen ausrichten. Ich kann das Sträßlein vor mir fast nicht sehen. Gottseidank kenne ich den Weg. Ich parke hinten am Friedhof. Als ich das eiserne Türchen öffne, verschrecke ich eine Katze. Sie verschwindet zwischen den Gräbern und ist grau wie die Dämmerung an diesem Spätnachmittag des ersten Advents. Meist lässt das Mesner-Ehepaar, das im Haus neben der Kirche und dem Friedhof wohnt, die Kirche bis siebzehn Uhr offen. Und noch ist es nicht siebzehn Uhr.
Erntedank jenseits von Eden
Das Erntedankfest erinnert daran, dass uns die Schöpfung geschenkt ist. Es erinnert aber ebenso daran, dass wir in ihr nur leben können, wenn wir sie bebauen, gestalten und ihren Schattenseiten etwas entgegensetzen. Der Mensch ist deshalb nicht nur Bewahrer und...

