Es begab sich aber zu der Zeit, dass die neunjährige Anna ausersehen wurde, im Weihnachtskrippenspiel ihres Dorfes eine Rolle zu spielen, um die sie alle beneideten. Sie, nicht etwa ihre seltsame Nachbarin und Nichtfreundin Heidi, durfte das Hirtenmädchen sein und in der Heiligen Nacht an der Krippe des Jesuskindes Flöte spielen. Und zwar ihr Lieblingslied, das ja vielleicht auch das Lieblingslied des kleinen Heilands war. „Ich steh an deiner Krippen hier, o Jesu, du mein Leben. Ich komme, bring und schenke dir, was du mir hast gegeben.“ Vor allem Annas Mutter war sehr stolz auf Anna. Nicht zuletzt deshalb, weil auch sie weder Heidi noch deren komische Mutter leiden konnte.
Kirche und KI
Mir geht es manchmal ein wenig wie dem französischen Schriftsteller Michel Houellebecq. Der sagte vor kurzem bei seinem Auftritt auf dem Monte Verità, er habe sich immer gewünscht, einen Roman mit Happy End zu schreiben, nur sei ihm das leider bislang nicht gelungen....

